Process Management

Was ist ein Anforderungsprozess und wie läuft dieser ab?

Der Anforderungsprozess ist ein strukturierter Ablauf, der sicherstellt, dass Anforderungen systematisch, nachvollziehbar und qualitätsgesichert erstellt, dokumentiert und umgesetzt werden – unabhängig davon, ob es sich um digitale, physische oder dienstleistungsbezogene Produkte handelt. Er schafft klare Verantwortlichkeiten für effiziente Kommunikation und Entscheidungen, erzeugt Transparenz für alle Stakeholder und bietet die Grundlage für eine hohe Qualität und Optimierungen im Zuge des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses.

Ein professionell gestalteter Prozess berücksichtigt nicht nur technische Anforderungen, sondern auch organisatorische, kommunikative und kulturelle Aspekte, die entscheidend für Akzeptanz und Nachhaltigkeit der Lösung sind.

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Der Ablauf eines Anforderungsprozesses gliedert sich in sechs aufeinander abgestimmte Phasen:

1. Analysephase – Ausgangslage verstehen

2. Zieldefinition & Qualitätsstrategie

3. Prozessdesign & Methodeneinsatz

4. Umsetzung & Change Management (aktiver Consent)

5. Monitoring & Qualitätssicherung

6. Optimierung & Lessons Learned

Der Anforderungsprozess endet demnach nicht; er ist ein lebendiger Zyklus, der Lernen, Qualität und Weiterentwicklung in den Mittelpunkt stellt.

Warum ist eine Optimierung des Anforderungs­prozesses sinnvoll?

In komplexen Projekten ist Qualität kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis klar definierter Prozesse und gezielter Optimierung. Nur durch kontinuierliche Verbesserung und Anpassung, z.B. am Testkonzept an geänderte Rahmenbedingungen können Unternehmen sicherstellen, dass Anforderungen realistisch, effizient und bedarfsgerecht umgesetzt werden.

Der Anforderungsprozess sollte daher einer steten Governance und Optimierung unterliegen, die durch alle Stakeholder gefördert wird. Anders gesagt: Es benötigt einen dauerhaften Change Prozess für Ihren Anforderungsprozess.

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Häufige Fragen zum Process Management

Was genau bedeutet der „Lebenszyklus“ einer Anforderung, und welche vier Hauptphasen sind für das Management der Kontrolle relevant?

Antwort: „Der Lebenszyklus beschreibt den gesamten Weg einer Anforderung:

1. Entstehung (Ermittlung/Quelle),

2. Spezifikation/Bearbeitung (Analyse, Modellierung, Priorisierung),

3. Implementierung/Test (Entwicklung und Verifizierung) und

4. Nutzung/Wartung (Monitoring und Betrieb in Produktion, ggf. Archivierung/Außerbetriebnahme).

Das Management muss in jeder Phase die Verantwortlichkeit und den Status kennen.“

Wie wird eine „Baseline“ von Anforderungen festgelegt, und warum ist dieser Zeitpunkt für die Kontrolle des Projektumfangs so entscheidend?

Antwort: Die Baseline ist der freigegebene, stabile Stand aller Anforderungen, auf dem Planung und Entwicklung basieren. Sie wird festgelegt, sobald die relevanten Stakeholder Vollständigkeit und Korrektheit bestätigt haben. Danach dürfen Änderungen nur noch nach einem definierten Änderungsprozess erfolgen – unabhängig davon, ob dieser über ein Gremium, das Produktmanagement oder ein Tool-gestütztes Verfahren läuft. So bleibt der Projektumfang kontrollierbar und Scope Creep wird vermieden.

Wie funktioniert der Prozess eines „Change Requests“ (Änderungsantrag) im Detail, um Änderungen kontrolliert und transparent zu verwalten?

Antwort:
„1. Antrag: Ein Stakeholder reicht den formalen Antrag mit Begründung und Priorität ein.

2. Impact-Analyse: Der Requirements Engineering analysiert die Auswirkungen auf Scope, Kosten, Termine und andere Anforderungen (Traceability ist hier kritisch).

3. Entscheidung: Das Change Control Board (CCB) oder der Product Owner entscheidet basierend auf der Impact-Analyse und dem Business Value.

4. Implementierung: Nur bei Genehmigung wird die Anforderung versioniert und implementiert.

Ein Change Request kann über verschiedene Kanäle eingehen – z. B. als Ticket, Feedback aus Tests oder formaler Antrag. Entscheidend ist, dass jede Änderung möglichst über einen zentralen Kanal strukturiert erfasst und analysiert und bewertet wird: Das Requirements Engineering bewertet die Auswirkungen auf Scope, Kosten und Termine, bevor das Change Control Board oder der Product Owner über Umsetzung und Priorität entscheidet. So bleibt der Änderungsprozess nachvollziehbar, kontrolliert und businessorientiert. Häufig besteht die Schwierigkeit in der Frage, ob etwas ein Change Request ist oder bereits Teil der bisherigen Anforderungen war.“

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